Serengeti Festival 2011 – Nachbericht

Serengeti Festival Eingang © Sabrina GalkaSeitdem das Festival 2005 das erste Mal stattfand, haben immer mehr Leute vom kleinen Örtchen Schloß Holte-Stukenbrock gehört. Der sonst die Leute anziehende “Safari-Park” rückt dabei zur zweiten Attraktion in den Hintergrund. In diesem Jahr bezog das Festival einen neuen Veranstaltungsplatz genau gegenüber von eben jenem Tier- und Freizeitpark – und es konnte sich allemal sehen lassen.

Die Wetteraussichten waren für beide Tagen wirklich schlecht. Regenschauer, Wolken und niedrige Temperaturen. Aber angefangen am Freitag blieb das Wetter bis auf ein paar wirklich wenige Tropfen sehr tapfer. Die Gewinner eines Online-Votings, Distance In Embrace aus Minden, bekamen die ehrenvolle Aufgabe das Festival musikalisch zu eröffnen. Gefolgt von Metal- und Punkbands wie Pascow, deren Album Alles muss kaputt sein heißt, oder Your Demise wurden die ersten Besucher unterhalten.

Wohnraumhelden © Sabrina GalkaFür ein Programm zwischen den Umbaupausen gab es die Wohnraumhelden. Die stolzesten Hannover-Lindener (die Betonung liegt auf Linden!) weltweit. Auf einer Art Piaggio Pick Up befand sich ihre Bühne. Die kleinste und kreativste Bühne der Welt. Schlagzeug, Mischpult, Gitarren und die 2-Mann-Band passten gut gestapelt auf die Transportfläche. Die unglaubliche Lightshow, bestehend aus einem roten Drehlicht, fand sogleich viel Freunde bei den Zuschauern. Die Wohnraumhelden waren zwar nur ein Lückenfüller, aber sicherlich einer der Allerbesten!

Letzte Instanz © Sabrina GalkaPünktlich mit Ende es Füllprogramms ging es auf der Mainstage mit Letzte Instanz weiter. Das leider nur acht Songs umfassende Set fand dabei viele tanzfreudige Besucher, aber auch die Sympathie, die die Band live ausstrahlt, machten sie sehenswert. Bei Tanz wurden alle aufgefordert ihre Pommesgabeln zu zeigen und sich einfach gehen zu lassen. Spätestens bei Wir sind allein, dem Song der laut Sänger Holly 23 Minuten dauern sollte, was wiederum ein Ächzen und Stöhnen bei den Besuchern auslöste, sollten sich alle an die Hände fassen und für eben diese Zeit auch festhalten, dann würden sie wieder in die Nähe kommen. Auf jeden Fall ausbaufähig, aber kein Grund nicht wieder nach Ostwestfalen zu kommen. Live sind Letzte Instanz wirklich wuchtig!

Danach betraten Rotfront die Bühne, die von sich selber sagen, dass sie Emigrantski Raggamuffin machen. Das beschreibt es wohl wirklich am Besten. Rap-Gesang, unterstützt von beispielsweise Posaune, Gitarre und Saxophon. Die Texte sind so bunt gemischt, wie die Band selber, die aus fünf verschiedenen Nationalitäten besteht. Gesungen wird auf deutsch, englisch, aber auch russisch und ungarisch dürfen dabei nicht fehlen. Rotfront sind eine Band, wie man es sich aus Berlin eben vorstellen kann. Wild, vielfältig und niemals langweilig.

Danach standen auch ‘nur’ noch vier weitere Bands auf dem Programm. Die Hauptacts für diesen Tag. Caliban, Pennywise, Wizo und In Extremo. Headbangen. Rocken. Punkrocken. Das stand für die nächsten paar Stunden an der Tagesordnung. Dazwischen immer wieder Pausen, Pausen, Pausen, die aber durch die weiteren Angebote auf dem Gelände gut genutzt werden konnten. Abhängen im Zelt, Informationen einholen am peta2-Stand oder einfach was Genussvolles zu essen aussuchen. Vom Veggie-Stand, Fischbrötchenwagen über Döner und asiatische Kost war alles vorhanden.

Samstag

An diesem Tag ging es sozusagen weiter, wie es gute zwölf Stunden zuvor aufgehört hatte. Anfangen durfte diesmal Kraftklub, die in diesem Jahr mit ihrem Indie-Rap-Rock auch nirgends fehlen und für die schon etwas beanspruchten Ohren vom Vortag ein leichter Einstieg waren.

Bullet for my valentine © Sabrina GalkaUm es kurz zusammen zu fassen: Es folgten Adept, Skindred, Boyhitscar oder K.I.Z.. Wie am Freitag eine lustige Mischung aus den verschiedensten Musikrichtungen, von Metalcore bis hin zu Hip Hop mit deutschen Texten. Um kurz nach 22 Uhr hieß es dann Lichter aus, denn es war Zeit für Bullet For My Valentine. Kurzum: Sie waren der absolute Knaller. Das sahen die Fans genauso, sangen, sprangen und ließen sich über die Menge tragen. Dieser Band macht es wirklich Freude zuzugucken. Ganz automatisch wurde man angesteckt und hat sich mitreißen lassen. Gefühlt war der Auftritt natürlich viel zu kurz, aber um die Power aus dem recht jünglichem Publikum zu holen, war es wohl genau richtig.

Jetzt hieß es also nur noch einmal umbauen für Bad Religion. Darauf hatten viele an diesem Tag nur gewartet, um damit das Festival zu einem guten Abschluss zu bringen. Keine Frage: Das haben sie verdammt gut geschafft.

Ein paar letzte Worte zum Festival(gelände)

Wie schon erwähnt, bezog das Serengeti Festival in diesem Jahr ein neues Gelände gegenüber vom Safari-Park. Ein Vergleich mit dem altem Gelände kann ich nicht machen, da ich zum ersten Mal dort war. Die gewählte Größe passte sich den Menschenmassen perfekt an und es gab genügend Alternativen, um sich auch einfach mal zurückziehen zu können. Es gab -wie ebenfalls schon erwähnt- eine Vielfalt an Essensmöglichkeiten und (leider nur am Freitag) den Peta2-Informations-Stand. Die Dixie-Klos waren an beiden Tagen noch benutzbar, sogar Klopapier fand sich in einigen Häuschen. Auch vor der Bühne waren vergleichweise viele Wellenbrecher angebracht. Das lockerte die Atmosphäre und es gab kein großartiges Gedränge.

Der Campingplatz schloss direkt neben dem Festivalgelände an. Am Freitag staute es sich zumindest am Einlass eine ganze Weile. Wer aber palettenweise Bier ankarrt, der verdurstete während der Wartezeit jedenfalls nicht.

Kartenhäuschen & Einlass waren ebenfalls gut vorbereitet, so dass keine lange Schlange entstand und die Leute relativ schnell abgefertigt wurden. Die Organisation kriegt an dieser Stelle einen dicken Pluspunkt!

So denn: Allet Jute und Toi Toi Toi für das verflixte siebte Jahr!

***

Die Fotos könnt ihr Euch auf flickr angucken.

Einfach Link folgen.

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