Samsung NX 30. Kleines Wunder.

Samsung NX 30 full (c) Sabrina GalkaDa flattert einem einfach eine Kamera ins Haus. Aber nur zum Testen. Leider!

Die Samsung NX 30 kam vor einem Monat bei mir an und ich habe mich sofort daran gemacht sie zu testen. Mitgeliefert wurden zwei Objektive: 18-55 mm und 50-200 mm, ebenfalls beide von Samsung, eine SD-Karte, der Akku, Ladekabel, Objektivtasche und Tragegurt.

Samsung NX 30 Slot (c) Sabrina Galka Die Kamera wurde erst einmal „zusammengebaut“. Es gibt einen Li-Ion-Akku und im gleichen Fach kommt auch die SD-Karte unter. Das fand ich erst einmal untypisch, weil meine andere digitale Spiegelreflexkamera dafür separate Fächer haben, aber um Platz zu sparen, ist das eigentlich eine gute Lösung. Jedoch muss man den Akku aufladen, wenn dieser in der Kamera ist. Ich habe dafür leider keine eigenständige Aufladestation gehabt. Da würde ich die Karte jedoch herausnehmen, nicht dass der Akku nachher so heiß wird, dass die SD-Karte kaputt geht. Also eine reine Vorsichtsmaßnahme.

Die Objektive lassen sich ganz einfach per Knopfdruck wechseln. Dazu gibt es den „roten Punkt“ und so kann das eigentlich auch jedermann. Mal so ganz einfach erklärt.

Die Kamera hat voreingestellte Programme für Makroaufnahmen, Landschaften, Nacht, Feuerwerk, Silhouette, Wasserfall, Mehrfachbelichtung, Farbfülle, Momentaufnahme, (schönes) Porträt, Leuchtspuren, Bestes Gesicht, Sonnenuntergang, smarte Spring-Aufnahme oder kreative Aufnahme aber auch das selbstständige Einstellen von Blende oder Verschlusszeit ist möglich.

Nothing Tightless (c) Sabrina GalkaDie Programme sind zum Teil wirklich gut, aber eben nicht alle. Momentaufnahme funktioniert zum Beispiel nicht bei Konzerten. Das war für mich der Härtetest und ich wurde hier leider enttäuscht. Die besten Bilder habe ich hier mit der kreativen Aufnahme machen können.

Eaten by dementors (c) Sabrina GalkaMit der Aufnahmemöglichkeit Nacht habe ich jedoch richtig gute Mondaufnahmen machen können (siehe Bild). Natürlich benötigt man dazu ein Stativ oder eine ruhige Hand, aber wenn man eines dieser Dinge hat, dann geht das wirklich gut. Auch die Bildqualität ansich ist mit seiner höchsten Auflösung von 20,3 Mio Pixeln richtig richtig toll. Da sieht man sofort einen Unterschied zu anderen -weniger auflösenden- Kameras.

Nachdem ich einige vorprogrammierte Foto-Einstellungen gelobt habe, muss ich sagen, dass das Panoramabild freihändig kaum machbar ist. Man muss eine wirklich sehr ruhige Hand haben oder ein Stativ. Dann funktioniert allerdings auch das gut.

Auf dem Touchdisplay, das darüber hinaus auch noch drehbar ist (für beispielsweise Selfies), ist übersichtlich gestaltet und lässt sich gut bedienen. Auch sieht man die Bilder schon in fast der Qualität, wie sie auf dem großen Bildschirm zu sehen sein werden. Andere Leute, denen ich die Kamera in die Hand gegeben habe, fanden dies auch schon erstaunlich.

Die Videofunktion macht auch ziemlich Spaß. Es gibt einen einfachen Knopf (silber-rot), mit dem man die Aufnahme einfach starten kann. Über den OK-Knopf kann man die Videos unterbrechen und beim nochmaligen Drücken wieder starten. Das ist gut und einfach geregelt. Videos sind auch in einer sehr guten Qualität, ebenso die Tonwiedergabe.

Was ich an dieser Kamera auch ausprobieren musste, war die E-Mail-Funktion. Dieses ermöglicht einem die Bilder direkt zu jedermann zu senden, wenn man sich in einem WLAN befindet. Deswegen habe ich es nur zu Hause ausprobiert und nicht unterwegs, um mein Datenvolumen vom iPhone zu schonen. ;) Wie ein normaler E-Mail-Versand geht das ganz schnell und einfach. Ich weiß nicht, ob ich diese Funktion öfter benutzen würde, deswegen wäre es auch nicht schlimm, wenn man sie einfach weglässt.

Jetzt einmal zu dem ganzen Rädchen an der Samsung NX 30. Es gibt einmal das für die ganzen Einstellungen zu Blenden- und Zeit-Automatik, manuelle Einstellungen, Programm, natürlich die Automatik-Funktion, bei der die Kamera selbst die perfekte Einstellung für die Aufnahme bestimmt, die Wi-Fi-Funktion, die Smart-Funktion, bei der man einfach über ein weiteres Rädchen die voreingestellten Programme auswählen kann sowie Custom 1 und 2, bei denen man sich selber Einstellungen programmieren kann, um darauf schnell zugreifen zu können.

Die Funktion i ist weiterhin etwas überflüssig oder ich verstehe sie nicht richtig. Wenn man das Rädchen darauf dreht, muss man am Objektiv iFN drücken und kann zwischen i-Depth, i-Contrast und i-Zoom noch wählen und Einstellungen vornehmen. Damit konnte ich jedoch keine richtigen Fotos machen. Anfangen kann ich damit zumindest gar nichts.

Neben dem Funktions-Rad ist ein weiteres Einstellrad über das man setzen kann, ob man Einzelbilder oder mehrere nacheinander machen möchte. In einer schnellen Abfolge lassen sich bis zu 9 Bilder machen, die dann in einem Ordner auf der Speicherkarte hinterlegt werden. Finde ich persönlich etwas umständlich, wenn man sich die Fotos auf dem Touchdisplay angucken möchte. Sobald man die Fotos jedoch auf seinen Mac, PC oder Laptop kopiert, sind die Bilder in einer ganz normalen, fortlaufenden Reihenfolge.

Darüber hinaus gibt es noch die Timer-Funktion, die 10 Sekunden dauert und man genügend Zeit hat sich wieder in Position zu begeben, wenn man gedrückt hat. Die grüne Lampe an der Vorderseite blinkt auch vor dem Auslösen schneller, so dass man weiß, wann es klick macht. Also einfach die Kamera ausrichten, alle stillhalten und CHEEEEEEEEEESE.

Hätte man meiner Meinung nach lieber über den Auslöser regeln sollen, aber stören tut es eigentlich auch nicht!

Der Blitz. Es ist ein Blitz. Jeder Blitz nervt irgendwie, das ist bei diesem auch nicht anders. Trotzdem leuchtet dieser eine dunkle Stelle/Raum gut aus und macht scharfe Bilder. Auch kann man an der Oberseite von dem bereits verbautem Blitz noch einen separaten Blitz anbringen. Den hatte ich jetzt leider nicht zur Hand und konnte das nicht testen, aber ich bin mir sicher, dass das einwandfrei funktoniert.

Biene (c) Sabrina GalkaEinsatzzeit. Bis die Samsung NX 30 für den ersten Schuss ist, dauert es ein wenig. Zumindest wenn man die Sensorreinigung ausgewählt hat. Dieses mache ich automatisch und es dauert vielleicht 2-3 Sekunden bis zum Einsatz. Natürlich ist das nicht lange, aber wenn man schnell etwas festhalten möchte, können da Sekunden entscheidend sein. Ansonsten ist auch die Startzeit in einem völlig akzeptablen Bereich. Im Normalfall aber ist so etwas aber auch nicht entscheidend, wenn man sich eine digitale Spiegelreflexkamera kaufen möchte. Für den professionellen Gebrauch sollte man sich sowieso etwas anderes holen.

Was ich schade finde ist, dass die Kamera doch recht lange braucht um sich scharf zu stellen. Da kann einem ein guter Fotomoment auch mal durch die Lappen gehen. Also, ist mir passiert. Deswegen. ;)

Ein Manko finde ich auch, dass der Tragegurt unkomfortabel ist. Es ist ein einfacher Gurt, dem komplett eine Polsterung fehlt. Nach einer gewissen Zeit tut das an der Schulter einfach weh. Das Anbringen an der Kamera ist ein wenig Fummelarbeit, aber hält dann immerhin bombastisch.

… und jetzt heißt es leider leider Adios kleines Schwarzes. Es war schön, vielleicht treffen wir uns mal wieder.

Fazit:
Die Samsung NX 30 ist ein handliches Leichtgewicht, welches gute Fotos macht und für den privaten Gebrauch absolut tauglich ist. Bei einem Preis von ca. 400-450 Euro (auf Angebote achten!) mit einem Objektiv kann man wirklich nicht meckern!

(Alle Bilder auf dieser Seite sind im Original und nicht nachbearbeitet)

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